Border Collie

Intelligent und aufmerksam: Der Border Collie ist der ideale Hütehund.

Ohne echte Aufgaben herrscht schnell Langeweile!

Border Collie

Zielstrebig umrundet er die Schafherde. Entfernen sich einzelne Tiere von der Herde, wird der Border Collie vom Arbeitseifer ergriffen. Er zieht seine Rute unter den Bauch, senkt den Kopf und läßt sie nicht aus den Augen. Nichts kann Ihn ablenken, aus den Augenwinkeln beobachtet er sein Herrchen. Auf ein kleines Zeichen des Schäfers bringt er die abtrünnigen Schafe schnell, doch ohne Hektik wieder in die Herde. Stolz trabt er dann zurück zu seinem Herrn, holt sich das lobende Streicheln gerne ab. Doch schon wieder läuft er los, die Schafe ordentlich in einer Gruppe zusammenzuhalten. Schafhaltung wäre ohne die Hütehunde oftmals gar nicht denkbar. Auch heute noch ziehen einige Schäfer mit Ihren Tieren beispielsweise durch die Lüneburger Heide, an Ihrer Seite immer ein treuer und gehorsamer Hund. Der Border Collie ist der intelligenteste unter Ihnen.  Er beeindruckt durch sein instinktives Reagieren auf das Verhalten der Schafe, seine Selbständigkeit und den unbedingten Gehorsam gegenüber seinem Herrn. Der Border Collie stammt aus dem Grenzgebiet zwischen England und Schottland (Border bedeutet Grenze). Hundeforscher behaupten, schon die Wikinger hätten diese Rasse dorthin mitgebracht. Der Border Collie ist meistens schwarz/weiss gefärbt und haben eine relativ hohe Lebenserwartung. Wenn ein Border Collie artgerecht gehalten wird, kann er ohne weiteres 15 Jahre alt werden. Als Familienhund sind die Border Collies nur bedingt zu empfehlen. Ihre Treue, unbedingte Loyalität und hohe Intelligenz machen Sie zu einem wertvollen Partner für den Menschen. Doch sie müssen eine Aufgabe haben. Können sie nicht hüten, sich nicht ausreichend bewegen und sind sie zu einem Leben in einer kleinen Wohnung verurteilt, werden aus den freundlichen Hunden schnell übellaunige Gesellen. Ein Haus auf dem Lande mit viel Platz zum Herumtoben und vielleicht noch ein paar Kleintiere, auf die er aufpassen kann, machen
dann aber schnell wieder einen treuen und loyalen Lebenspartner aus dem Border Collie.

Eigenschaften/Charakter:

Der Border Collie ist nach einer bekannten amerikanischen Studie, im Hinblick der Intelligenz, die klügste Hund aller Hunderassen. Es gibt  wohl keinen anderen Hund, der so arbeitswillig ist wie diese Rasse. Dabei liebt der Border Collie gemeinsam mit seinem Herrn Aufgaben in Angriff zu nehmen. Was diese Hunderasse überaus beliebt macht ist die Kooperationsbereitschaft, die er mitbringt, die Aufmerksamkeit und verblüffende Lernschnelligkeit. Doch hier liegt die große Gefahr: Wird der Border Collie nicht gefordert, sucht er sich seine Beschäftigung selbst, dies endet leider häufig wenig erfreulich. Von Selbstverstümmelungen über Aggressivität bis hin zu einer enormen Zerstörungswut gegenüber Gegenständen kommt alles vor. Somit kann man zwei Seiten an dieser Rasse beobachten. Der ausgeglichene und ausreichend beschäftigte Border Collie ist aufgeschlossen, kooperativ, kinderlieb, verschmust und ein fantastischer Begleiter. Allerdings ist er auch sensibel und besonders die Rüden können sehr dominant sein. Dies macht die Erziehung nicht einfach. Hündinnen sind häufig ein wenig verschmuster, können aber auch häufig zickig sein. Wird der Border Collie jedoch unterfordert, zeigt er eine andere Seite und verkümmert. Somit sollte man sich bevor man sich einen Border Collie anschafft, genau darüber im Klaren sein, was einen erwartet und was der Border Collie verlangt. Wird man einem Border Collie gerecht, belohnt er einen mit seiner unbestechlichen Treue. Er würde für seinen Menschen alles tun.

Der Border Collie ist leider zunehmend ein Modehund geworden. Dies liegt daran, das seine ungeheure Intelligenz und seine enorme Lernfähigkeit durch die Medien einem großen Publikum präsentiert wird, was zur Folge hat das es immer mehr Interessenten an der Rasse gibt. Häufig wird allerdings nur der intelligente Hund präsentiert, ohne auf die ihm eigenen Verhaltensweisen und die daraus resultierenden hohen Anforderungen hinzuweisen. Die Anschaffung eines Border Collie muss sehr genau und äußerst sorgfältig überlegt werden. Als reiner Familienhund eignet sich diese Rasse nicht. Das muss jedem klar sein. Ein Border Collie benötigt eine Sache mehr als irgend ein anderer Hund auf dieser Welt: Er braucht eine Aufgabe, an der er sein Können unter Beweis stellen kann, die ihn fordert und zu einem glücklichen Lebewesen macht. Er will arbeiten, viel beschäftigt werden. Sonst wird aus dem intelligenten, wundervollen Border Collie schnell ein unterforderter, nerviger Begleiter. Viele Border Collies weisen Verhaltensstörungen auf, weil sie nicht ausreichend beschäftigt werden. Sie beginnen sich selbst eine Aufgabe zu suchen und das kann auch tödlich ausgehen. So gibt es viele Erfahrungsberichte das Border Collies die komplette Wohnungseinrichtung demoliert haben oder versucht haben „fahrende Autos“ zu hüten, um sie zusammen zu treiben. Deshalb sollten Sie genau  entscheiden, ob Sie einem Border Collie eine angemessene Lebensweise bieten können.

Was sollten Sie vor einer Anschaffung bedenken? Die wichtige Voraussetzung ist, das Sie sportlich interessiert sind. Ein Border Collie benötigt sehr viel Bewegung, die man ihm mit ausgedehnten Spaziergängen, Jogging oder auch Radfahren verschaffen kann. Weiter muß man einkalkulieren, sich mit dem Hund mindestens 3-4 Stunden täglich zu beschäftigen. Mit ihm zu spielen, ihm Aufgaben zu stellen und das wichtigste, mit ihm ernsthaft zu arbeiten, z.B. Agility. Wichtig ist, egal für welche Beschäftigung man sich entscheidet, das der Hund regelmäßig gefordert wird. Idealerweise wäre „Schafe hüten“, aber wer hat schon diese Möglichkeit. Entscheidend ist, dem Border Collie verschiedene Arbeitsaufgaben zu geben, dann wird ihm niemals langweilig und er lernt stets etwas Neues hinzu.

  • Charakter: temperamentvoll, intelligent, arbeitseifrig
  • Größe: 53 cm, Hündinnen etwas kleiner
  • Gewicht: 25 kg
  • Farben: vielfältig, meist schwarz-weiß, selten vorherrschend weiß
  • Pflege: täglich bürsten mit einer harten Bürste
  • Auslauf: sehr viel Bewegung nötig
  • Alter: 10 – 12
  • Besonderheiten: bei mangelndem Auslauf sind negative charakterliche Veränderungen möglich (z. B. Bissigkeit)!!!
  • FCI- Gruppe: 1: Hüte- und Treibhunde

Bedenken Sie, wenn Sie nur einen Familienhund zum Gassigehen oder als Spielgefährte für die Kinder suchen, dann sollten Sie sich lieber nach einer anderen Rasse umsehen. Sie würden an dem arbeitsverrückten Energiebündel keine Freude haben und sicher nicht den Hund bekommen den Sie gesucht haben.