Anfall - Was tun?

zurück

Alles über Epilepsie


Erste Hilfe – Maßnahmen

  • Tier während des Anfalles nicht die Bewegungen der Beine stoppen oder das Tier anfassen, Sie können sich starke Bissverletzungen oder andere Verletzungen zuziehen
  • Entfernen Sie alle Gegenstände, wodurch sich das Tier verletzen kann, oder bewegen Sie das Tier aus einer Gefahrenzone noch heraus.
  • Bewahren Sie Ruhe und verhindern Sie zusätzlichen Lärm (Kinder/Radio/ Fernseher..) Haben Sie selber keine Angst vor der Situation. Auch wenn immer wieder davor gewarnt wird, halten Sie vorsichtig Ihren Arm unter den Kopf oder legen Sie ein Kissen darunter, wenn das Tier mit dem Kopf krampfend aufschlägt (Schwere Kopfverletzungen).
  • Verabreichen Sie krampflösende Medikamente (Zäpfchen)
  • Wenn sich das Tier aus dem Krampf löst, reden Sie ihm leise gut zu und streicheln es, dann ist das Trauma schnell vergessen und das Tier wedelt wieder mit dem Schwanz.

Maßnahmen zur Linderung kann nur von einen Tierarzt durch Medikamente erfolgen.

Was tun nach dem ersten Anfall?

Tierärzte und Kliniken sagen immer wieder "Einer ist Keiner" und es gibt viele Ursachen eines Anfalls, die oft unerkannt bleiben. Ich empfehle trotz allem, das Tier auf jedem Fall dem Tierarzt vorzustellen um Ihn von diesem Erlebnis zu berichten, wobei die Ersterscheinung des Anfalls für den Tierarzt schon von großer Bedeutung sein kann. Die dann typische Erstaussage der Ärzte "Es kann Epilepsie sein, muß aber nicht, abwarten!" wird zu einer schrecklichen Wartezeit: Kommt wiederholt ein neuer zweiter Anfall, hat mein Hund Epilepsie? 

Ich kann hier alle Betroffen erst einmal beruhigen, ein zweiter Anfall heißt noch nicht vererbte Epilepsie, der Hund hat auch keine Schmerzen dabei. Und sicher die wichtigste Frage die sich die Betroffenen immer wieder stellen: Wird mein Hund damit alt? Bedenken Sie das Sie außerhalb der Anfälle ein normales Tier haben und sicher können Diese auch sehr alt werden. Um dies zu gewährleisten brauchen die Betroffenen sehr viel Geduld. Machen Sie alles menschenmögliche für Ihr Tier. Sie können die Krankheit besiegen und Ihr Tier wird es Ihnen Lebenslänglich danken.

Was ist zu tun nach einem zweiten Anfall?

Lassen Sie Ihr Tier komplett untersuchen und behandeln, um weitere Anfälle zu verhindern. In einfachen Worten ist „Epilepsie“ nämlich eine Art Explosion im Gehirn. Diese epileptischen Krampfanfälle entstehen durch abnormale elektrische Entladungen des Gehirns, bei denen die normalen Gehirnfunktionen gestört werden. Diese Störungen werden durch übererregbare Nerven verursacht. Der Reiz geht über die Nervenstränge, welches zu Beginn noch "kleine Wege“ sind, um so im Gehirn weitergeleitet zu werden. Je häufiger jedoch die Anfälle auftreten um so größer werden diese "kleinen Wege" und werden damit zu einer "Autobahn". Was bewirkt das der Reiz immer schneller im Gehirn weitergeleitet werden kann. Da Epileptikern die normale vorhandene Reizschwelle fehlt, um den Reiz zu stoppen, muß man dies durch Medikamente (Phenobarbital) tun und so einen Blocker (Reizschwelle) zu setzen. Allerdings ist das auf einer Autobahn nicht mehr leicht möglich und deswegen ist dringende Eile bei der Erstbehandlung geboten.

Fortsetzung unter "Ursachen Epilepsie".