Hunde Grundregeln

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Hunde Grundregeln und Erziehung


Auf dieser Seite möchte ich Euch erklären was wir als Welpen lernen müssen, um Euch später ein guter Freund zu sein. Wir erfahren dadurch auch wer das "Alphatier" ist und brauchen nicht
als Rudelführer ängstlich und nervös, Euch durch Eure Umwelt führen. Seit beim Lernen nicht so streng mit uns, wir haben nur einen kleinen Speicher und haben sowieso nur Leckerlis und
spielen im Kopf, was Ihr beim Kommandos lernen auch gut nutzen könnt.

Lob und Tadel
Hundeerziehung bedeutet, uns zu loben und zu tadeln, nicht aber zu schlagen oder zu treten. Wenn wir ein Kommando befolgen, zeigst Du uns Deine Freude am Besten, wenn Du uns ausgiebig lobst und streichelst. Bei schwierigen Übungen nehmen wir auch gerne ein Leckerli. Aber gewöhne uns die Leckerlis nicht an, ansonsten führen wir die Kommandos nur für die Leckerlis aus. Wenn wir nicht artig sind mußt Du uns bestrafen. Hier reicht meist ein "Nein, Pfui, Aus" aus. Schreien ist unnötig, da wir sehr gute Ohren haben. Du solltest uns soviel wie möglich, alles spielerisch und völlig frei von Druck beibringen. Lautes Brüllen macht uns nur ängstlich und unsicher. Reicht das Kommando nicht aus, nimmst Du uns am Nackenfell (nicht hochheben) und schüttelst uns ganz leicht, so haben unsere Mamis auch immer mit uns geschimpft. Bedenke aber dabei: Wir verstehen eine Bestrafung nur, wenn sie unmittelbar nach der Tat erfolgt. Ansonsten haben wir es schon wieder vergessen und wissen nicht warum wir bestraft wurden. So können wir schnell etwas falsch verstehen.     

Aufhebungskommando "Auf"
Das "Aufhebungskommando "Auf" brauchst Du, wenn wir etwas gemacht haben, und wir uns von diesem Kommando wieder lösen sollen, bevor wir allein das machen was wir wollen. Das ist für uns genauso wichtig wie das Kommando selbst. "Auf" kannst Du uns gut beibringen wenn wir z.B. Ruhen und Du Gassi gehen möchtest. Dann bringst Du uns bei " Auf" und verzögert "Wir wollen Gassi gehen", und schon verbinden wir das "Auf" mit dem Beenden des Ruhens, und das Gassi gehen ist dann ja auch toll.

Leinenführung
Im Alter von 10-12 Wochen sollten wir unser Welpenhalsband und die Leine bekommen. Du wirst überrascht sein, wie schnell wir uns daran gewöhnen. Leg uns das Halsband erst immer nur für eine halbe Stunde an, so das noch ein Finger zwischen unserem Hals und dem Band paßt. Wir werden daran kratzen und es versuchen abzustreifen. Wiederhole die Übung so lange bis wir das Band akzeptieren. Wenn das klappt, machst Du uns die Leine an, legst sie auf den Boden und lässt uns einwenig damit umherlaufen. Paß aber auf, das wir uns dabei nicht verletzten. Nach kurzer Zeit nimmst Du die Leine auf und führst uns umher. Zieh uns aber nie gewaltsam mit der Leine umher, sonst bekommen wir Angst vor der Leine. Wenn wir uns sträuben mach erst am nächsten Tag weiter.

Aus, Pfui, Nein
Bei dem Kommando sollen wir lernen, das was wir gerade tun, sofort zu unterlassen. Du mußt das Kommando mit scharfen Ton (nicht schreiend) aussprechen. Haben wir auf Dich gehört, gibt es ein ganz großes Lob. Erwischt Du uns dabei das wir gerade Mist machen, kannst Du zu dem Kommando in die Hände klatschen. Das Klatschen kommt so unerwartet das wir uns vor unserer Missetat erschrecken und wir es in der Regel nie wieder tun.

Etwas aus dem Maul nehmen - "Aus"
Haben wir etwas im Maul was wir nicht dürfen, greifst Du von oben über den Fang. Mit den Fingern drückst Du unsere Lefzen gegen die Zähne, dabei sagst Du drohend "Aus" solange bis wir den Gegenstand  fallen lassen. Danach lobst Du uns. Wenn wir das verstanden haben, sollte das drohende "Aus" reichen.

Sitz
Das Sitz-Kommando ist für uns im täglichen Leben sehr wichtig, etwa wenn wir an einer Straße stehen, die wir überqueren wollen. Zum Erlernen des "Sitz" führst Du ein Leckerli von vorn nach hinten über unseren Kopf. Um das Leckerli zu bekommen werden wir uns hinsetzen und genau
in diesem Augenblick gibst Du uns auch die Belohnung. Danach kommt sofort das Aufhebungs- kommando, damit wir nicht selbständig aufstehen. Mit zunehmender Sicherheit führst Du das "Sitz" ein, wenn wir uns regelmäßig hinsetzen. So verknüpfen wir das Hörzeichen mit der Tätigkeit. Schon bald wissen wir zuverlässig was Du von uns verlangst, wenn das "Sitz" erfolgt.

Platz
Auch hier nimmst Du ein Leckerli in die Hand, dass Du rasch vor uns in Richtung Boden führst. Mittlerweile wissen wir ja das es sich lohnt Deiner Hand zu folgen. So werden wir uns schnell hinlegen um die Belohnung zu bekommen. Auch hier mußt Du es mehrfach mit uns wiederholen und das Hörzeichen “Platz” oder “Lay down” einführen. Denk an das Aufhebungskommando,
daß wir nicht von selbst aufstehen. Es kann durch aus etwas länger dauern bis wir merken was wir machen sollen, um an das Leckerli zu kommen. Also habe hierbei ein wenig Geduld mit uns, irgendwann kommen wir darauf. Schön wäre auch wenn Du das "Lay down" nutzt, das hört sich nicht so hart an, wie das "Platz".

Komm oder Zu mir
Das zuverlässige Herankommen ist sehr wichtig, aber auch sehr schwer wenn wir noch Welpen sind, da es so viel in der Welt zu entdecken gibt. Gib uns das Gefühl, daß es nirgendwo auf der Welt so toll ist wie bei Dir, indem Du immer wenn wir kommen, uns tüchtig belohnst und mit uns spielst. Wenn Du merkst, dass wir nicht kommen wollen, bringt es nichts, hundertmal zu rufen. Wir hören eh nicht auf Dich. Komme etwas näher an uns heran und besteche uns mit unserem Lieblingsspielzeug oder einem tollen Leckerli, dann kommen wir schon zu Dir. Dann mußt Du uns natürlich tüchtig loben. Manche Hundebesitzer rufen ihren Hund nur, um ihn an die Leine zu nehmen, etwa weil ein anderer Hund kommt. So lernen wir nur, dass wir angeleint werden und der Spaß vorbei ist. Das solltest Du vermeiden. Ruf auch nicht zu oft! Am besten ist es wenn dies etwas Besonderes bleibt.

Bei Fuß oder Bei mir
Ist ein Kommando, wobei wir lernen sollen neben Dir direkt herzulaufen. Das ist sehr wichtig,
das wir nicht von Dir abweichen und auf die Straße oder vor ein Fahrrad laufen. Herrchen hat hier zwei Kommandos für mich um dies zu erreichen: "Bei Fuß" und "Bei mir". Der Unterschied ist für mich, das "Bei mir" bedeutet, in einem größeren Abstand, etwa 1 Meter bei Ihm zu bleiben, "Bei Fuß" dagegen ist wesentlich enger, also das ich direkt neben Ihm laufen muß. Trainieren kannst Du das mit einem Leckerli in der Hand und den Arm am Körper. Wir werden direkt neben Dir gehen, weil wir ja schon gelernt haben das Du uns das Leckerli gibst. Du solltet nur ganz kleine Stücke geben und später steigern, so dass uns nicht langweilig wird. Bewährt hat es sich, aus dem "Sitz" heraus mit uns anzufangen und aufzuhören, so dass wir gleich lernen wenn man stehen bleibt, sich hinzusetzen.

Bleib
Mit dem Kommando erreichst Du das wir in dem Kommando bleiben, was wir gerade ausführen. Zum Beispiel wenn wir Ballspielen und ganz aufgeregt sind, und alles um uns herum vergessen. Etwa bei "Platz" wenn wir warten sollen bis Du das Bällchen versteckt hast. Mit "Bleib" wissen
wir genau das wir eine längere Zeit in dem aktuellen Zustand bleiben sollen. Um es beizubringen entfernst Du Dich ein bischen von uns, bleiben wir, kommst Du zu uns zurück und belohnst uns. Das steigerst Du und gehst immer weiter von uns weg. Du wirst merken das wir zu Dir vertrauen haben, wenn Du nach dem wir es gelernt haben, weggehst und aus unserer Sicht verschwindest. Ist auch ein tolles Spiel für uns "verstecken spielen". Mit "Auf" das Aufhebungskommando rufst Du uns dann zu Dir, und wir suchen Dich.

Alleine Bleiben "Bleib"
Das mögen wir gar nicht. Wir sollten es aber lernen wenn wir noch jung sind. Las uns aber nie lange alleine. Am Besten lernen wir es nach einem ausgiebigen Spaziergang oder Spiel, wenn wir müde sind. Gib uns z.B. einen Kauknochen wo wir uns eine Zeit mit beschäftigen können. Dann verlässt Du die Wohnung für 5 Minuten mit dem Kommando "Bleib" und gehst nur vor die Tür und lauscht ob wir ruhig sind. Wenn wir uns in den 5 Minuten ruhig verhalten haben, lobst Du uns ganz doll. Ach, ist ein Jammerlappen dabei, stürmst Du sofort wieder hinein und befiehlst mit "Aus" sein jammern sofort einzustellen. Verlängere nach und nach die Zeitabstände bis Du wieder kommst. 

weitere Regeln folgen........