Hab ich euch eigentlich mal
erzählt das ich Abends beim letzten Gassi gehen, wenn wir an der
Tankstelle gegenüber vorbei gehen, seit klein auf eine Scheibe Salami
bekomme. Oder habe ich schon erzählt das ich mit Herrchen zusammen
ein Lied habe. Jedes mal wenn ich traurig bin oder mir es nicht
besonders gut geht, macht Herrchen das Lied an. Egal wie laut er es
macht, ich laufe fröhlich zu Ihm hin und freue mich darüber.
Seit Januar bzw. meinem letzten
Anfall am 30.12.04 geht es mir plötzlich nicht mehr so gut. Ich bin
nervöser geworden und das Zittern und Kopfwackeln ist auch wieder da
und auch schlimmer als vorher geworden, obwohl sich an meinem Leben
nichts geändert hat. Herrchen meint, dass es Petitanfälle
sind. Ich bekomme auch wieder mehr Krampfanfälle. Andauernd falle ich
um und die Zeit zwischen den Krämpfen wird auch immer kürzer. Oh weh, was
ist mit mir los, ich fühle mich auch immer schwächer.
Weil Herrchen das überhaupt
nicht gefiel, mußte ich Anfang März zum Onkel Doktor zum Blut
abnehmen. Ich sag Euch, ich weis nicht warum, ich habe beim Doktor
ganz doll gezittert, als hätte der vergessen den Kühlschrank
zuzumachen. Das habe ich noch nie gehabt, es war aber keine Angst,
sondern meine Nerven.
Herrchen hat ganz große Angst,
der Blutwert der Tabletten (Luminal) sah nicht so gut aus, der Wert (Phenobarbital)
war grundlos gefallen. Ich bekomme immer noch 4 mg/kg
Luminal, nur ist der Phenobarbitalspiegel trotzdem total abgefallen. Der
Onkel Doktor meint es liegt wohl an der Leber, das mein Körper den
Spiegel nicht mehr halten kann.
Weil meine Anfallszeiten nicht
besser geworden sind hat Herrchen das
Medikament erhöht. Ich bekomme jetzt 5,5mg/kg Luminal.
Es ist ganz schlimm um mich
geworden. Warum, erzählt Euch
Herrchen weiter.....
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24.03.05
Wir haben verloren...
Oder?
Ich habe
gewonnen...
Ich brauche nie wieder
krampfen
oder Angst zu haben.
Ich bin von Dieser schrecklichen
grausamen Krankheit erlöst.
Eure Shila
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Das letzte Bild von mir,
23.03.05.
Schon
völlig verwirrt und ängstlich!
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An
Ihrem letzten Tag war Sie wie den Tag zuvor völlig verwirrt und ängstlich, suchte nur
noch meine Nähe und wollte sich ankuscheln. So das ich fast den ganzen Tag
mit Ihr gemeinsam auf dem Fußboden verbrachte.
Ich habe mich
nach langen überlegen entschlossen die letzten Tage von Shila, ganz
besonders die letzten 3 Tage, nicht darzustellen. Ich möchte
niemanden diese Grausamkeit zumuten.
Wer sich dennoch
ein Bild machen möchte, kann sich in Ihrem Anfallskalender annähernd
einen Eindruck von den schrecklichen letzten Tagen machen.
Gerne stehe ich
Euch auch per eMail zur Verfügung.
Herrchen Manfred