Agility - Der Spaß,
Sport und Wettkampf.
Wir
Hundis entwickeln eine tiefe Beziehung zu "unseren
Menschen", wenn wir mit Freude an eine Sache herangehen. Wir
werden nicht umsonst als die treuesten Freunde des Menschen
bezeichnet. Doch dazu ist es wichtig das wir uns nicht über
Langeweile, Bewegungsmangel und damit oft auch Übergewicht und
schlechter Kondition beklagen. Denn zu unserem Wohlbefinden gehört
nicht nur gesunde und artgerechte Ernährung, sondern auch
ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Wir möchten eine Aufgabe
haben.
Eine
besondere Möglichkeit, sich gemeinsam mit uns fit zu halten und
dabei noch großen Spaß zu haben, ist Agility. (= engl. für
Wendigkeit, Gewandtheit). Erstmals in London Anfang 1977 auf der weltgrößten
Hundeausstellung "Crufts Dog Show" als Pausenfüller
gedacht, hat es sich seit 1980 in fast ganz Europa zu einer
eigenständigen Sportart entwickelt.
Was zeichnet Agility
aus?
Aus den
bislang stereotypen Gehorsamkeitsübungen der traditionellen
Erziehungsmethoden wurden einzelne Übungen herausgelöst und in
einer neuen Art verbunden. Hindernisse wechseln sich mit
Geschicklichkeitsübungen ab, immer wieder neu zusammengestellt. So
ergeben sich für Mensch und uns ständig neue Situationen, die zu
bewältigen sind und uns einen Heidenspaß bereiten. Wen wundert es
da, daß bereits 1991 der internationale FCI verbindliche Wettkampfregeln
festlegte und 1996 die erste Agility–WM in der Schweiz
stattfand.
Bei Agility müssen
wir ohne Leine fehlerfrei und möglichst schnell auf Anweisung und
Gesten unseres
Menschen, der neben uns herläuft, einen 100 bis 200 Meter Parcours absolvieren, der
in der Regel 12 bis 20 Hindernisse umfaßt, deren Reihenfolge nicht
vorgeschrieben ist. Zu Mauer, Viadukt, Tisch und
Laufsteg kommen Wippe, fester Tunnel, Schlauch, frei aufgehängter
Reifen, Schrägwand und Weitsprung.
| "Agility ist Fun"
lautet der Grundsatz und es kommt in erster Linie auf den Spaß und
nicht den Siegeslorbeer an. Aber auch hier sind trotzdem hohe
Anforderungen gesetzt, guter Gehorsam, Führigkeit, Gewandtheit,
Bewegungsfreudigkeit, die enge Bindung und das uneingeschränktes
Vertrauen zu Dir kommen nicht von selbst. Es ist das Ergebnis
gemeinsamer Trainingsarbeit auf dem Hundesportplatz. Es wird mit der
sogenannten Basisausbildung begonnen, in der uns beigebracht wird,
wie wir uns gehorsam und zuverlässig im täglichen Leben bewegen müssen. |

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Systematisch werden
dann in kleinen Lernschritten Übungsteile aus
dem Agility-Programm eingebaut. Schau doch einfach mal mit Deinem
Hundi unverbindlich auf einem Parcours vorbei, oder sehe Dir eine
Veranstaltung an. Du und Dein Hundi werden sicher eine Menge Spaß
mit diesem Sport haben. Mittlerweile gibt es bei uns in Deutschland
fast überall Hundeschulen oder Vereine die Agility anbieten.
Dabei
sein ist alles
Wer
dann vom Agility-Fieber gepackt wird, hat vielfach auch die
Möglichkeit an Wettkämpfen teilzunehmen. Aber Achtung: Dein
Ehrgeiz darf nie zum Schaden von uns sein. Auch bei Wettkämpfen
soll die Freude am gemeinsamen Tun das eigentliche Ziel bleiben. Denn
auch dem Zuschauern macht es natürlich besondere Freude wenn in der
Miniklasse "Waldi" nicht über das Hindernis springt,
sondern kurzerhand darunter durchläuft.
Wer
kann mitmachen?
Grundsätzlich jeder. Für kleine
Hundis wird Mini-Agility angeboten, bei dem die Hürden der
Körpergröße angepasst werden. Natürlich müssen
wir gesund sein. Selbstverständlich bleiben akut erkrankte von uns
zu Hause, um die anderen Hundis in der Gruppe nicht anzustecken. Bei
Hundis die herzkrank oder kurzatmig sind, oder Hüft- und
Gelenkleiden haben, solltest Du unbedingt vorher den Tierarzt fragen
ob ein Mitmachen möglich ist.
Vor
lauter Begeisterung überanstrengen wir uns schnell selbst. Wie
immer beim Sport mit uns gilt: Nichts übertreiben. Wir sollten die
Sache langsam angehen. Agility ist richtig betrieben – eine
wundervolle und gerechte Möglichkeit, die unter uns oft
unterforderten und aus Langeweile beleibten Hundis zu gesunden und
vertrauensvollen Gefährten auszubilden.
Bei
Agility ist ein schnelles Reagieren auf Namen, Kommandos und Zeichen
wichtig. Wer bei Wettkämpfen erfolgreich sein will, muß in der
Lage sein, uns allein durch die Stimme und Handsignale zu
kontrollieren. Ein solides Unterordnungstraining ist deshalb ein
wichtiger Bestandteil des Agility-Trainings. Kurse bieten viele
Hundesportvereine an.
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